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Lele

English Springer Spaniel

Fröhlicher Stöberer mit unstillbarem Bewegungsdrang

auch bekannt als Springer

mittelgroß (M)Großbritannien
English Springer Spaniel mit schwarz-weißem Fell liegt im Grünen und blickt in die Kamera
English Springer Spaniel im Porträt
English Springer Spaniel steht aufmerksam mit nassem Fell im hohen Gras
English Springer Spaniel im Porträt
English Springer Spaniel läuft mit wehenden Ohren durch ein Blumenfeld
English Springer Spaniel unterwegs

Steckbrief

Größe
mittelgroß (M), 48 bis 51 cm Schulterhöhe
Gewicht
typisch 20 bis 25 kg
Lebenserwartung
typisch 12 bis 14 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Verfügbarkeit in Deutschland
mit SucheStufe 3 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 152 Welpen
Fell
Dichtes, glattes, wetterfestes Stockhaar mit mäßiger Befederung an Ohren, Läufen, Rute und Unterseite, Braucht mehrmals wöchentliches Bürsten gegen Verfilzung der Befederung sowie regelmäßige Ohrenkontrolle wegen der schlecht belüfteten Hängeohren.
Herkunft
Großbritannien

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
lebhaft, viel Energie (4 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht sehr viel Bewegung/Auslastung (5 von 5)
Trainierbarkeit
gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
Alleinbleiben
bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
Bellfreude
bellt selten (2 von 5)
Pflegeaufwand
mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
Haaren
haart mäßig (3 von 5)
Offenheit gegenüber Fremden
offen gegenüber Fremden (4 von 5)
Verträglichkeit mit Hunden
gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5)
Verträglichkeit mit Katzen
eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
Familien-Eignung
gut geeignet für Familien (4 von 5)
Wach- und Schutztrieb
kaum Wach-/Schutztrieb (1 von 5)
Jagdtrieb
ausgeprägter Jagdtrieb (4 von 5)
Anfänger-Eignung
mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5)

Der Charakter: English Springer Spaniel im Porträt

Der English Springer Spaniel gehört zu den ältesten britischen Jagdhundrassen und war ursprünglich der Allrounder unter den Landspaniels. Er sollte Wild aus dem Unterholz aufjagen, also zum Sprung bringen, damit es mit Netz, Falke oder Greyhound gefangen werden konnte, später übernahm er zusätzlich das Apportieren nach dem Schuss. Dieser jagdliche Ursprung prägt den Alltag bis heute stark: Der Springer will seine Nase einsetzen, Wege absuchen und Dinge finden, egal ob Fasan oder verstecktes Spielzeug im Garten. Der FCI-Standard beschreibt das Wesen als freundlich, unbekümmert und gehorsam, Ängstlichkeit oder Aggressivität gelten als höchst unerwünscht. Das deckt sich mit der praktischen Erfahrung: Springer suchen aktiv Kontakt, zu Menschen wie zu anderen Hunden, und lassen sich mit konsequenter, motivierender Führung meist gut trainieren. Tiere aus Arbeitslinien bringen dabei tendenziell noch mehr Antrieb und Jagdeifer mit als Exemplare aus reinen Showlinien. Im Alltag braucht ein Springer Spaniel viel: tägliche, ausgedehnte Bewegung mit echter Auslastung, idealerweise kombiniert mit Nasenarbeit, Apportierspielen oder Dummytraining. Fehlt diese Beschäftigung, sucht er sich gerne selbst eine, was nicht immer im Sinne der Halter ist. Das dichte, wetterfeste Fell mit der typischen Befederung an Ohren, Läufen und Rute verfilzt ohne regelmäßiges Bürsten schnell, besonders nach Runden durchs Unterholz. Die Hängeohren brauchen zusätzliche Aufmerksamkeit, weil sie schlecht belüftet sind und Entzündungen begünstigen. Gesundheitlich stehen bei der Rasse Hüftdysplasie, progressive Retinaatrophie und wiederkehrende Ohrenentzündungen im Fokus, seriöse Zuchten lassen entsprechend untersuchen. Springer Spaniel sterben im höheren Alter überdurchschnittlich häufig an Tumorerkrankungen, das gehört zu den ehrlichen Fakten der Rasse. Der seltene, aber rassetypisch bekannte PFK-Mangel, eine erbliche Stoffwechselstörung der roten Blutkörperchen, lässt sich per Gentest bei den Elterntieren ausschließen. Der English Springer Spaniel passt gut zu aktiven Menschen und Familien, die tägliche, mehrstündige Bewegung und Beschäftigung wirklich einplanen und Freude an gemeinsamer Nasenarbeit haben. Für ruhige Haushalte ohne Auslastungsprogramm oder für Halter, die vor allem einen unkomplizierten Couchhund suchen, ist er dagegen eher nicht die richtige Wahl.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Plane täglich mindestens anderthalb bis zwei Stunden echte Auslastung ein, am besten mit Nasenarbeit oder Dummytraining, reines Spazierengehen reicht dieser Rasse meist nicht.
  • Kontrolliere und reinige die Hängeohren regelmäßig, sie sind schlecht belüftet und neigen zu wiederkehrenden Entzündungen.
  • Bürste die Befederung an Ohren, Beinen und Bauch mehrmals pro Woche, sonst bilden sich schnell Verfilzungen, vor allem nach Spaziergängen durch dichtes Gelände.
  • Verlange vor dem Kauf HD-Röntgenbefunde, eine Augenuntersuchung auf progressive Retinaatrophie sowie idealerweise einen PFK-Gentest der Elterntiere.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Hüftdysplasie
  • Progressive Retinaatrophie (PRA)
  • Wiederkehrende Ohrenentzündungen durch die Hängeohren
  • Erhöhtes Risiko für Tumorerkrankungen im höheren Alter
  • Phosphofructokinase-Mangel (PFK-Mangel), eine erbliche Stoffwechselstörung der roten Blutkörperchen

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

English Springer Spaniel hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Die Preise stammen aus Verkaufsportalen, nicht aus der Vereinszucht. Nimm die Spanne als groben Anhalt und vergleiche mehrere Züchter.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

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