English Cocker Spaniel
Fröhlicher Schnüffler mit Dauerwedel
auch bekannt als Cocker
Steckbrief
- Größe
- mittelgroß (M), 38 bis 41 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 13 bis 14,5 kg
- Lebenserwartung
- typisch 11 bis 13 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- gut verfügbarStufe 4 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 641 Welpen
- Fell
- Halblang, seidig
- Herkunft
- Großbritannien
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 8 (Apportier-, Stöber- und Wasserhunde), Standard Nr. 5
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
- Bellfreude
- bellt situationsbedingt (3 von 5, Tendenzwert)
- Pflegeaufwand
- hoher Pflegeaufwand (4 von 5)
- Haaren
- haart mäßig (3 von 5, Tendenzwert)
- Offenheit gegenüber Fremden
- offen gegenüber Fremden (4 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- meist verträglich mit Katzen (3 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- gut geeignet für Familien (4 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
- Anfänger-Eignung
- mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5, Tendenzwert)
Der Charakter: English Cocker Spaniel im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Plane täglich mindestens 1,5 bis 2 Stunden aktive Bewegung ein, aufgeteilt auf mehrere Runden mit Schnüffel- und Stöbermöglichkeiten. Reine Leinenspaziergänge reichen im Schnitt nicht aus.
- Für Haushalte mit regelmäßig 8 Stunden oder mehr Abwesenheit am Stück ist die Rasse eher ungeeignet, da sie im Durchschnitt sehr menschenbezogen ist und Alleinbleiben erst langsam antrainiert werden sollte.
- Das seidige Fell braucht wöchentliches Bürsten sowie alle 6 bis 8 Wochen professionelles Trimmen bzw. Scheren, ein laufender Zeit- und Kostenfaktor beim Hundefriseur.
- Ohrenentzündungen kommen bei der Rasse überdurchschnittlich häufig vor; regelmäßige Ohrkontrolle und -reinigung senkt das Risiko und spart oft Tierarztkosten.
- Vor der Anschaffung lohnt der Blick auf die Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, insbesondere einen DNA-Test auf progressive Retinaatrophie (PRCD-Typ) und eine aktuelle Augenuntersuchung.
- Der ausgeprägte Spür- und Jagdtrieb macht zuverlässigen Rückruf und konsequente Leinenführung in wildreichen Gebieten zur Grundvoraussetzung.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Progressive Retinaatrophie (PRCD-Typ): erblich bedingter, fortschreitender Sehverlust; DNA-Test verfügbar.
- Ohrenentzündungen (Otitis externa), begünstigt durch lange, gut behaarte Hängeohren mit feuchtwarmem Klima im Gehörgang.
- Kongenitales vestibuläres Syndrom: erbliche Innenohrstörung mit Gleichgewichtsproblemen, die bei der Rasse gehäuft beschrieben wird.
- Neigung zu Übergewicht bei zu geringer Bewegung oder unkontrollierter Fütterung.
- In tierärztlichen Auswertungen erhöhtes Risiko für chronische Hepatitis im Vergleich zum Rassedurchschnitt.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
English Cocker Spaniel hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Für diese Rasse liegt ein Welpe beim seriösen Züchter meist zwischen 800 und 1.500 Euro.
Arbeits- und Showlinien unterscheiden sich im Preis, frag gezielt nach der Zuchtlinie deines Welpen.
Quellen: zooplus-Magazin (2025), hunderasse.de. Von uns erhoben am 25.08.2026. Grob auf Hunderter gerundet. Einen amtlichen Preis gibt es nicht.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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