Deutsche Bracke
Ausdauernder Spurenleser mit lauter Stimme
auch bekannt als Westfälische Bracke, Sauerländer Bracke

Steckbrief
- Größe
- mittelgroß (M), 40 bis 53 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 14 bis 19 kgGrober Richtwert, die Datenlage ist hier dünn.
- Lebenserwartung
- typisch 11 bis 13 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- mit SucheStufe 3 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 80 Welpen
- Fell
- Kurzhaar, Trotz der Einordnung als Kurzhaarrasse ist das Fell laut Standard vergleichsweise lang, sehr dicht und hart, fast stockig; gelegentliches Bürsten reicht meist aus. Nach der Jagd oder Spaziergängen durchs Unterholz lohnt sich ein Griff durchs Fell, um Zecken und Grannen zu finden.
- Herkunft
- Deutschland
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 6 (Lauf- und Schweißhunde), Standard Nr. 299
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- ausgeglichen energiegeladen (3 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt mit Training einige Zeit allein (3 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt situationsbedingt (3 von 5, Tendenzwert)
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Haaren
- haart mäßig (3 von 5, Tendenzwert)
- Offenheit gegenüber Fremden
- abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)
Der Charakter: Deutsche Bracke im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Bewegungspensum: Plane mindestens 1,5 bis 2 Stunden aktive Bewegung täglich ein, davon ein guter Teil Nasenarbeit wie Fährten oder Suchspiele; reine Kurzspaziergänge werden dem Bewegungsbedarf dieser Laufhundrasse nicht gerecht.
- Freilauf ist wegen des sehr ausgeprägten Jagdtriebs riskant, solange der Rückruf nicht sehr zuverlässig trainiert ist; in unübersichtlichem oder unumzäuntem Gelände empfiehlt sich zunächst eine Schleppleine.
- Die langen, dicht behaarten Hängeohren brauchen regelmäßige Kontrolle und Reinigung, besonders nach Spaziergängen im Unterholz, um Ohrenentzündungen vorzubeugen.
- Die Rasse ist in Deutschland selten mit überschaubaren Zuchtzahlen: Wer sich für einen Welpen interessiert, sollte direkt beim Deutschen Bracken Club e.V. anfragen und Wartezeiten einplanen statt auf freie Vermehrung zu setzen.
- Zusammenleben mit Katzen oder Kleintieren nur mit sorgfältiger, schrittweiser Gewöhnung angehen und dauerhaft beaufsichtigen, da der Jagdtrieb rassetypisch stark ausgeprägt ist.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Neigung zu Ohrenentzündungen (Otitis externa), begünstigt durch die langen, dicht behaarten Hängeohren
- Hüftgelenksdysplasie (HD) gehört zu den Merkmalen, die der Zuchtverein im Rahmen der Zuchtzulassung kontrollieren lässt
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Deutsche Bracke hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Für diese Rasse gibt es nur eine belastbare Preisangabe. Nimm die Spanne als groben Anhalt und vergleiche mehrere Züchter.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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