Ciobanesc Românesc Mioritic
Ruhiger Hirtenhund mit wachsamem, eigenständigem Wesen
auch bekannt als Mioritic, Romanian Mioritic Shepherd Dog

Steckbrief
- Größe
- sehr groß (XL), 65 bis 75 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 32 bis 45 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 14 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- mit SucheStufe 3 von 5Kaum Zucht in Deutschland, regelmäßig über den Auslandstierschutz vermittelt
- Fell
- Langhaar, straff und rau, Braucht regelmäßiges, gründliches Bürsten gegen Verfilzung von Unterwolle und Behang an den Beinen, im Fellwechsel im Frühjahr und Herbst deutlich mehr Aufwand.
- Herkunft
- Rumänien
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 1 (Hüte- und Treibhunde), Standard Nr. 349
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- eher ruhig (2 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5)
- Trainierbarkeit
- eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt meist gut einige Stunden allein (4 von 5)
- Bellfreude
- bellt häufig (4 von 5)
- Pflegeaufwand
- hoher Pflegeaufwand (4 von 5)
- Haaren
- haart stark (4 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- sehr zurückhaltend gegenüber Fremden (1 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- eingeschränkt verträglich mit anderen Hunden (2 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- meist verträglich mit Katzen (3 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- bedingt geeignet für Familien (2 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- sehr ausgeprägter Wach-/Schutztrieb (5 von 5)
- Jagdtrieb
- geringer Jagdtrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Anfänger-Eignung
- eher ungeeignet für Anfänger (1 von 5)
Der Charakter: Ciobanesc Românesc Mioritic im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Für die Anschaffung in Deutschland ist fast immer ein Import aus Rumänien nötig, oft mit langen Wartezeiten und ohne etablierte Gewöhnung an Stadtleben; plane mehrere Monate Vorlauf und wenn möglich einen Besuch beim Züchter vor Ort ein.
- Der ausgeprägte Wachtrieb braucht von Welpenalter an konsequentes, ruhiges Grenzensetzen und viel gezielte Sozialisierung mit fremden Menschen und Hunden, idealerweise mit Trainingsunterstützung, die Erfahrung mit Herdenschutzhunden hat.
- Das harsche, lange Fell verfilzt an Unterwolle und Behang leicht: wöchentliches gründliches Bürsten einplanen, in den Fellwechselzeiten im Frühjahr und Herbst zusätzliche Zeit reservieren.
- Ein kleiner Garten reicht meist nicht: Die Rasse braucht ein eingezäuntes, großzügiges Grundstück mit erkennbarer Aufgabe als Wächter, keine reine Wohnungshaltung und keinen ganztägigen Alleinsein-Alltag ohne Rückzugsmöglichkeit.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Die laut Standard tiefe Brust (Brusttiefe etwa halbe Widerristhöhe) und der großrahmige Körperbau gelten bei großen, tiefbrüstigen Hunden allgemein als Risikofaktor für eine Magendrehung; belastbare rassespezifische Zahlen für den Mioritic selbst liegen nicht vor.
- Die dicht behaarten, eng an den Wangen anliegenden Hängeohren (10 bis 15 cm) können bei mangelnder Pflege ein feuchtwarmes Ohrklima begünstigen und damit das Risiko für Ohrentzündungen erhöhen; auch hierzu fehlen belastbare rassespezifische Studien.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Ciobanesc Românesc Mioritic hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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