Brandlbracke
Ruhiger Fährtenspezialist mit feiner Nase
auch bekannt als Vieräugl, Österreichische Bracke

Steckbrief
- Größe
- mittelgroß (M), 48 bis 56 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 15 bis 22 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 14 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- mit SucheStufe 3 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 76 Welpen
- Fell
- Kurzhaar, Das kurze, dichte Fell mit Seidenglanz ist pflegeleicht: Gelegentliches Bürsten reicht, dafür lohnt sich regelmäßige Ohrenkontrolle wegen der Hängeohren.
- Herkunft
- Österreich
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 6 (Lauf- und Schweißhunde), Standard Nr. 63
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5, Tendenzwert)
- Alleinbleiben
- bleibt mit Training einige Zeit allein (3 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt häufig (4 von 5)
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Haaren
- haart mäßig (3 von 5, Tendenzwert)
- Offenheit gegenüber Fremden
- abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Hunden
- gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- bedingt geeignet für Familien (2 von 5, Tendenzwert)
- Wach- und Schutztrieb
- geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
- Anfänger-Eignung
- eher ungeeignet für Anfänger (1 von 5)
Der Charakter: Brandlbracke im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- In Deutschland gibt es praktisch keine aktiven Zuchtstätten: Interessenten wenden sich am ehesten an den Deutschen Brackenverein oder österreichische Züchter und sollten mehrmonatige Wartezeiten sowie eventuell einen Import einplanen.
- Reine Spaziergänge reichen nicht aus: Plane täglich mehrere Stunden ausdauernde Bewegung ein, ergänzt um Fährten oder Nasenarbeit, sonst sucht sich der Hund seine Auslastung selbst.
- Der ausgeprägte Spurwillen macht sicheren Freilauf ohne verlässlichen Rückruf riskant: In unübersichtlichem Gelände empfiehlt sich zunächst eine Schleppleine, bis der Rückruf sitzt.
- Katzen und Kleintiere im Haushalt nur schrittweise und unter Aufsicht eingewöhnen, da der jagdliche Spurwillen schnell geweckt sein kann.
- Die Hängeohren regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf reinigen, um Ohrentzündungen vorzubeugen.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Nach vorliegenden Quellen gilt die Rasse als robust ohne bekannte rassetypische Erbkrankheiten, die Datenlage dazu ist wegen der geringen Verbreitung aber insgesamt dünn.
- Die tief angesetzten Hängeohren begünstigen wie bei vielen Bracken tendenziell Ohrentzündungen (Otitis externa), wenn sie nicht regelmäßig kontrolliert werden.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Brandlbracke hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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