Blauer Griffon der Gascogne
Lauter Fährtenjäger mit anschmiegsamem Herz
auch bekannt als Griffon Bleu de Gascogne
Steckbrief
- Größe
- mittelgroß (M), 48 bis 57 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 18 bis 22 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 14 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- kaum zu bekommenStufe 1 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: kein Welpe in Deutschland gemeldet
- Fell
- Rauhaar, Hartes, struppiges Fell mit schieferblau getüpfelter Zeichnung, an Bart und Behang neigt es zum Verfilzen und sollte regelmäßig durchgekämmt werden.
- Herkunft
- Frankreich
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 6 (Lauf- und Schweißhunde), Standard Nr. 32
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5, Tendenzwert)
- Alleinbleiben
- bleibt mit Training einige Zeit allein (3 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt sehr häufig (5 von 5)
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5, Tendenzwert)
- Haaren
- haart wenig (2 von 5, Tendenzwert)
- Offenheit gegenüber Fremden
- abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Hunden
- gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- verträgt sich selten mit Katzen (1 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- bedingt geeignet für Familien (2 von 5, Tendenzwert)
- Wach- und Schutztrieb
- geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
- Anfänger-Eignung
- eher ungeeignet für Anfänger (1 von 5)
Der Charakter: Blauer Griffon der Gascogne im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Tägliche Bewegung sollte mehrere Stunden umfassen, idealerweise mit Fährten- oder Nasenarbeit statt reinen Spaziergängen: ohne diese Auslastung neigt die Rasse zu Unruhe und ausdauerndem Bellen.
- Das laute, ausdauernde Geläut beim Jagen und Melden ist Rasseeigenschaft, keine Unart: Reihenhaus- oder Mietwohnungslagen mit dünnen Wänden sind für diese Rasse meist ungeeignet.
- Welpen sind in Deutschland kaum zu finden, realistisch ist der Import über einen französischen Zuchtverein mit entsprechender Wartezeit und Reiseaufwand.
- Der ausgeprägte Jagdtrieb auf Hase und Wildschwein macht Freilauf ohne sicheren Rückruf riskant: ein gut eingezäuntes Grundstück und konsequentes Rückruftraining von Welpenbeinen an sind wichtig.
- Kleintiere und Katzen im Haushalt sind wegen der Nasenjagd-Passion mit Vorsicht zu planen, ein begleitetes Kennenlernen ist Pflicht.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Rassespezifische Gesundheitsstudien liegen wegen der geringen Verbreitung nicht vor. Als Tendenz aus dem Körperbau: Die weich fallenden Hängeohren begünstigen wie bei anderen Laufhunden ein feuchtwarmes Ohrklima, regelmäßige Ohrkontrolle ist sinnvoll.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Blauer Griffon der Gascogne hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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