Beagle-Harrier
Ausdauernder Fährtenspezialist mit eigenem Kopf

Steckbrief
- Größe
- mittelgroß (M), 45 bis 50 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 19 bis 21 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 13 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- kaum zu bekommenStufe 1 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: kein Welpe in Deutschland gemeldet
- Fell
- Kurzhaar, Ziemlich dichtes, glattes Kurzhaar: Regelmäßiges Bürsten reicht meist, im Fellwechsel haart die Rasse etwas mehr.
- Herkunft
- Frankreich
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 6 (Lauf- und Schweißhunde), Standard Nr. 290
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt mit Training einige Zeit allein (3 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt häufig (4 von 5)
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Haaren
- haart mäßig (3 von 5, Tendenzwert)
- Offenheit gegenüber Fremden
- abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Hunden
- gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5, Tendenzwert)
- Wach- und Schutztrieb
- geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)
Der Charakter: Beagle-Harrier im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Plane täglich mindestens 1,5 bis 2 Stunden Bewegung mit echter Nasenarbeit ein, reine kurze Gassirunden werden diesem Laufhund nicht gerecht.
- Der Beagle-Harrier ist in Deutschland kaum verbreitet: Rechne mit langer Wartezeit oder einem Import aus Frankreich und kläre vorab, aus welcher Blutlinie ein Welpe stammt und wie jagdlich sie geführt wird.
- Sichere Garten und Grundstück lückenlos ab, seine Spurnase führt ihn schnell über Zäune oder offene Türen hinaus, und trainiere den Rückruf von Welpenbeinen an konsequent.
- Für Haushalte mit Kaninchen, Katzen oder anderen Kleintieren ist er wegen seines ausgeprägten Jagdtriebs eher ungeeignet, ein Probetreffen unter kontrollierten Bedingungen hilft bei der Einschätzung.
- Kontrolliere die Hängeohren regelmäßig auf Rötung oder Geruch, das beugt Ohrentzündungen vor und gehört als wiederkehrender Pflegepunkt eingeplant.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Vereinzelt Hinweise auf Hüftdysplasie, wie bei mehreren mittelgroßen, langrückigen Laufhundrassen mit hoher Bewegungsleistung beschrieben.
- Tendenziell erhöhtes Risiko für Ohrentzündungen (Otitis externa) durch die tief angesetzten Hängeohren, wie bei den meisten Laufhundrassen dieses Kopftyps.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Beagle-Harrier hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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