Beagle
Fröhlicher Schnüffler mit eigenem Programm
Steckbrief
- Größe
- klein (S), 33 bis 40 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 10 bis 18 kg
- Lebenserwartung
- typisch 11 bis 13 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- gut verfügbarStufe 4 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 327 Welpen
- Fell
- Kurzhaar
- Herkunft
- Großbritannien
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 6 (Lauf- und Schweißhunde), Standard Nr. 161
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- trainierbar mit Konsequenz (3 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
- Bellfreude
- bellt häufig (4 von 5)
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Haaren
- haart mäßig (3 von 5, Tendenzwert)
- Offenheit gegenüber Fremden
- offen gegenüber Fremden (4 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- sehr verträglich, liebt Hundekontakt (5 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- gut geeignet für Familien (4 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5)
- Jagdtrieb
- sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
- Anfänger-Eignung
- mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5)
Der Charakter: Beagle im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Bewegungspensum: Rechne mit mindestens 1,5 bis 2 Stunden aktiver Bewegung täglich, dazu Nasenarbeit wie Fährten- oder Suchspiele. Reine Kurzspaziergänge werden dem Bewegungsbedarf nicht gerecht.
- Freilauf ist wegen des ausgeprägten Jagdtriebs riskant, solange der Rückruf nicht sehr zuverlässig sitzt; in unübersichtlichem oder unumzäuntem Gelände empfiehlt sich eine Schleppleine.
- Alleinbleiben ist für die meisten Beagles keine Stärke: Als ehemaliger Meutehund neigt er dazu, bei längerem Alleinsein zu bellen oder zu heulen. Das sollte schrittweise trainiert werden und nicht routinemäßig auf mehr als 4 Stunden ausgedehnt werden.
- Die Hängeohren brauchen regelmäßige Kontrolle und Reinigung, um Ohrenentzündungen vorzubeugen: ein wiederkehrender Pflege- und potenzieller Tierarztkostenpunkt.
- Beim Kauf lohnt der Blick auf den Gentest-Nachweis für die Lafora-Krankheit bei den Elterntieren (seit 2017 per Gentest möglich, von vielen seriösen Zuchtvereinen inzwischen empfohlen oder vorausgesetzt) sowie auf ein kontrolliertes Gewicht, da Beagles zu Übergewicht neigen.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Lafora-Krankheit (progressive myoklonische Epilepsie, autosomal-rezessiv vererbt, seit 2017 per Gentest nachweisbar)
- Meningitis-Arteriitis (SRMA, sogenanntes 'Beagle Pain Syndrome') mit rassetypischer Veranlagung
- Hound-Ataxie (degenerative neurologische Erkrankung) mit Prädisposition in der Rasse
- Neigung zu Übergewicht/Adipositas durch ausgeprägten Appetit
- Neigung zu Ohrenentzündungen (Otitis externa) durch die tief angesetzten Hängeohren
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Beagle hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Die verfügbaren Angaben stammen von 2017 oder früher, also aus der Zeit vor dem Welpenboom 2020/21. Nimm die Spanne als groben Anhalt und frag beim Zuchtverein nach aktuellen Preisen.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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