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Lele

Amerikanischer Wasserspaniel

Wasserversessener Apportierhund mit freundlichem Wesen

auch bekannt als American Water Spaniel

mittelgroß (M)USA

Steckbrief

Größe
mittelgroß (M), 38 bis 46 cm Schulterhöhe
Gewicht
typisch 11,5 bis 20,5 kg
Lebenserwartung
typisch 10 bis 13 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Verfügbarkeit in Deutschland
kaum zu bekommenStufe 1 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 5 Welpen
Fell
Gewellt bis eng gelockt, dichte wetterfeste Unterwolle, Regelmäßig bürsten gegen Verfilzung, nach dem Schwimmen trocken reiben, der Behang darf zur Pflege gekürzt werden.
Herkunft
USA

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
lebhaft, viel Energie (4 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht viel Bewegung (4 von 5)
Trainierbarkeit
trainierbar mit Konsequenz (3 von 5)
Alleinbleiben
bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
Bellfreude
bellt situationsbedingt (3 von 5, Tendenzwert)
Pflegeaufwand
mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
Haaren
haart wenig (2 von 5, Tendenzwert)
Offenheit gegenüber Fremden
abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5)
Verträglichkeit mit Hunden
meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Katzen
eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
Familien-Eignung
mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
Wach- und Schutztrieb
geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
Jagdtrieb
ausgeprägter Jagdtrieb (4 von 5)
Anfänger-Eignung
für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)

Der Charakter: Amerikanischer Wasserspaniel im Porträt

Der Amerikanische Wasserspaniel wurde im 19. Jahrhundert im US-Bundesstaat Wisconsin als vielseitiger Jagdhund entwickelt, der vom Kanu oder kleinen Boot aus Wasserwild apportiert und danach ebenso zuverlässig an Land arbeitet. Ab den 1920er Jahren trieb der Züchter F. J. Pfeifer die gezielte Zucht voran, die Rasse gilt bis heute als offizieller Staatshund von Wisconsin, blieb aber zahlenmäßig klein. Der FCI Standard beschreibt einen stabil gebauten, gut bemuskelten Hund mit gewelltem bis eng gelocktem Haarkleid und betont Intelligenz, Eifer zu gefallen und Freundlichkeit bei gleichzeitig großer Energie und Jagdeifer, der im Feld aber kontrollierbar bleiben soll. Im Alltag zeigt sich die Rasse aufmerksam und anhänglich, sie bindet sich oft stark an eine Bezugsperson und kann gegenüber anderen Hunden beim Futter empfindlich reagieren, ein ruhiges Fütterungsmanagement gehört daher früh in die Erziehung. Als jagdlich geprägter Gebrauchshund braucht der Amerikanische Wasserspaniel regelmäßige, richtige Auslastung, Schwimmen und Apportierarbeit passen am besten zu seiner Herkunft, bloßes Spazierengehen wird ihm auf Dauer nicht gerecht. Das dichte Wellenfell schützt gut vor Nässe und Kälte, verfilzt aber ohne regelmäßiges Bürsten, insbesondere an Behang und Hosen. Gesundheitlich werden in der Literatur vor allem Augenerkrankungen wie Katarakt und progressive Retinaatrophie genannt, die teils schon vor dem ersten Lebensjahr auftreten können, dazu vereinzelt Hüftdysplasie, Schilddrüsenunterfunktion und Allergien. Belastbare Zahlen zur häufigsten Todesursache liefert die dünne Quellenlage nicht, hier sollten Interessenten gezielt beim Züchter nachfragen. In Deutschland und Europa ist die Rasse extrem selten, außerhalb Nordamerikas trifft man sie kaum an. Ein Welpe kommt praktisch nur über einen Import aus den USA oder wenigen europäischen Zuchtlinien infrage, mit entsprechender Wartezeit und ohne die Dichte an erfahrenen Tierärzten oder Rasseclubs, die etablierte Jagdhunderassen hierzulande haben. Die Rasse passt zu aktiven, jagdlich oder zumindest wasseraffinen Haushalten, die Zeit für tägliches Training und Fellpflege mitbringen und bereit sind, die Beschaffung selbst in die Hand zu nehmen. Für reine Wohnungshaltung ohne Auslastung oder für Menschen, die einen unkompliziert verfügbaren Familienhund suchen, ist sie dagegen keine gute Wahl.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Die Rasse ist in Deutschland praktisch nicht vertreten, ein Welpe kommt in aller Regel nur über Importe aus den USA oder wenigen europäischen Zuchtlinien infrage, rechne mit langer Wartezeit und zusätzlichem Aufwand bei der Suche.
  • Als jagdlich geprägter Apportierhund braucht er täglich echte Auslastung mit Schwimmen, Apportierspielen oder Fährtenarbeit, reines Spazierengehen wird ihm auf Dauer nicht gerecht.
  • Das gewellte bis gelockte Fell verfilzt ohne regelmäßiges Bürsten leicht, plane etwa ein bis zwei Mal wöchentlich Fellpflege ein und reibe ihn nach dem Schwimmen trocken.
  • Vor dem Kauf lohnt der Blick auf Augenuntersuchungen der Elterntiere, da Katarakt und progressive Retinaatrophie bei der Rasse beschrieben sind, seriöse Zuchtlinien legen aktuelle Befunde vor.
  • Da die Rasse zu Futterempfindlichkeit gegenüber Artgenossen neigen kann, gehört ruhiges, kontrolliertes Füttern von Anfang an zur Erziehung, besonders in Mehrhundehaushalten.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Augenerkrankungen wie Katarakt und progressive Retinaatrophie, teils bereits vor dem ersten Lebensjahr
  • Hüftdysplasie, in Untersuchungen aber seltener als bei vielen anderen Gebrauchshunden der Gruppe 8
  • Vereinzelt Schilddrüsenunterfunktion und Allergien

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Amerikanischer Wasserspaniel hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

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