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Lele

Welsh Corgi Pembroke

Hütehund mit kurzen Beinen und eigenem Kopf

auch bekannt als Corgi, Pembroke Welsh Corgi

klein (S)Großbritannien
Welsh Corgi Pembroke mit spitzen Ohren sitzt in Nahaufnahme vor hellem Hintergrund
Welsh Corgi Pembroke im Porträt
Welsh Corgi Pembroke rennt mit heraushängender Zunge über eine sonnige Wiese
Welsh Corgi Pembroke unterwegs
Welsh Corgi Pembroke schläft entspannt auf einem grauen Sofa
Welsh Corgi Pembroke zu Hause

Steckbrief

Größe
klein (S), 25 bis 30 cm Schulterhöhe
Gewicht
typisch 9 bis 12 kg
Lebenserwartung
typisch 12 bis 13 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Verfügbarkeit in Deutschland
gut verfügbarStufe 4 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 269 Welpen
Fell
Stockhaar, mittellang mit dichter Unterwolle, Regelmäßiges Bürsten nötig; in den Fellwechseln im Frühjahr und Herbst deutlich verstärkter Haarausfall.
Herkunft
Großbritannien
Anerkennung
FCI-Gruppe 1 (Hüte- und Treibhunde), Standard Nr. 39

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
lebhaft, viel Energie (4 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht viel Bewegung (4 von 5)
Trainierbarkeit
gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
Alleinbleiben
bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
Bellfreude
bellt häufig (4 von 5)
Pflegeaufwand
mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
Haaren
haart stark (4 von 5)
Offenheit gegenüber Fremden
abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5)
Verträglichkeit mit Hunden
meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Katzen
meist verträglich mit Katzen (3 von 5, Tendenzwert)
Familien-Eignung
gut geeignet für Familien (4 von 5)
Wach- und Schutztrieb
ausgeprägter Wach-/Schutztrieb (4 von 5)
Jagdtrieb
mittlerer Jagdtrieb (3 von 5)
Anfänger-Eignung
mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5)

Der Charakter: Welsh Corgi Pembroke im Porträt

Der Welsh Corgi Pembroke stammt aus der walisischen Grafschaft Pembrokeshire. Seine Vorfahren wurden schon im Mittelalter als Hüte- und Treibhunde eingesetzt, um Rinderherden über weite Weideflächen zu bewegen: Die kurzen Beine hielten ihn dabei unter den tretenden Hufen der Tiere in Sicherheit, während er sie an den Fersen antrieb. 1934 wurde der Pembroke offiziell vom ähnlichen, aber älteren Welsh Corgi Cardigan als eigene Rasse getrennt. Weltweite Bekanntheit erlangte er vor allem durch Königin Elisabeth II., die über Jahrzehnte hinweg Pembrokes hielt und züchtete. Im Wesen zeigt sich die Rasse meist selbstbewusst, wach und pfiffig, mit einem eigenen Kopf. Der FCI-Standard beschreibt sie als „dreist und geschickt, überlegen und freundlich, weder nervös noch aggressiv": In der Praxis bedeutet das häufig einen Hund, der gerne mitdenkt, aber auch gerne selbst entscheidet. Fremden begegnet er meist freundlich-reserviert statt überschwänglich, seiner Familie gegenüber entwickelt er dagegen oft eine sehr enge, anhängliche Bindung. Trotz der kurzen Beine ist der Pembroke im Alltag kein ruhiger Beobachter: Als Hütehund braucht er im Schnitt mehrere ausgiebige Spaziergänge und geistige Beschäftigung pro Tag, etwa durch Nasenarbeit, Tricktraining oder Hundesport, sonst beschäftigt er sich mitunter selbst, gerne auch bellend. Das dichte, mittellange Fell mit üppiger Unterwolle haart übers Jahr spürbar, in den Fellwechseln deutlich mehr, und will regelmäßig gebürstet werden. Für Menschen, die Freude an Bewegung, konsequenter, liebevoller Erziehung und einem selbstbewussten Charakterkopf haben, kann der Pembroke ein humorvoller, wendiger Begleiter sein, auch für Anfänger, die sich auf klare Regeln einlassen. Wer dagegen einen ruhigen Stubenhund ohne nennenswertes Bewegungsprogramm sucht oder regelmäßig viele Stunden außer Haus ist, sollte eher zu einer anderen Rasse tendieren: Die enge Bindung an seine Menschen macht ihm lange Alleinzeiten oft schwer. Auch der lange Rücken auf kurzen Beinen verdient Rücksicht: Treppen, Sprünge und Übergewicht belasten die Wirbelsäule zusätzlich. Wer das im Blick behält, bekommt einen klugen, gesellschaftsorientierten Hund mit viel Charakter und Witz.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Bewegungspensum von im Schnitt 1,5 bis 2 Stunden täglich einplanen, aufgeteilt auf mehrere Spaziergänge plus geistige Beschäftigung.
  • Verträgt langes Alleinbleiben in der Regel schlecht: Als eng an seine Menschen gebundener Hütehund sind mehrstündige Alleinzeiten am Stück meist keine gute Idee.
  • Im Fellwechsel (Frühjahr/Herbst) deutlich mehr Haaraufkommen in Wohnung und Kleidung; regelmäßiges Bürsten reduziert das spürbar.
  • Der lange Rücken auf kurzen Beinen erhöht das Risiko für Bandscheibenprobleme: Treppen, Sprünge von Sofa/Auto und Übergewicht möglichst vermeiden bzw. kontrollieren.
  • Futtermenge im Blick behalten: Die Rasse neigt bei zu wenig Bewegung und großzügiger Fütterung zu Übergewicht, was Gelenke und Rücken zusätzlich belastet.
  • Bellfreudig und wachsam von Anlage her: In hellhörigen Wohnungen oder bei Nachbarn in Hörweite von Anfang an gezielt an Ruhe-Signale gewöhnen.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Bandscheibenerkrankungen (IVDD) durch den langrückigen, kurzbeinigen (chondrodystrophen) Körperbau
  • Degenerative Myelopathie (DM), erblich bedingte, fortschreitende Rückenmarkserkrankung; Gentest verfügbar
  • Hüftdysplasie (HD)
  • Erbliche Augenerkrankungen, u. a. progressive Retinaatrophie (PRA)
  • Neigung zu Übergewicht bei zu geringer Bewegung und großzügiger Fütterung

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Welsh Corgi Pembroke hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Für diese Rasse liegt ein Welpe beim seriösen Züchter meist zwischen 1.300 und 2.500 Euro.

Der Pembroke ist eine eigene Rasse, verwechsle ihn nicht mit dem etwas anderen Cardigan Welsh Corgi.

Quellen: Pets Deli (2022), zooplus-Magazin (2025), welpen.de (2019), HonestDog. Von uns erhoben am 25.08.2026. Grob auf Hunderter gerundet. Einen amtlichen Preis gibt es nicht.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

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