Labrador Retriever
Sanftmütiger Menschenfreund mit Bewegungsdrang
auch bekannt als Labbi, Lab
Steckbrief
- Größe
- groß (L), 54 bis 57 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 25 bis 36 kg
- Lebenserwartung
- typisch 10 bis 13 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- sehr verbreitetStufe 5 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 2.367 Welpen
- Fell
- Kurz, dicht
- Herkunft
- Großbritannien
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 8 (Apportier-, Stöber- und Wasserhunde), Standard Nr. 122
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- sehr leicht trainierbar, hochgradig gehorsam (5 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
- Bellfreude
- bellt selten (2 von 5, Tendenzwert)
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Haaren
- haart stark (4 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- sehr offen, begrüßt Fremde freudig (5 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- meist verträglich mit Katzen (3 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- sehr gut geeignet für Familien mit Kindern (5 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5)
- Jagdtrieb
- ausgeprägter Jagdtrieb (4 von 5)
- Anfänger-Eignung
- gut geeignet für Anfänger (4 von 5)
Der Charakter: Labrador Retriever im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Bewegungspensum von im Schnitt 1,5 bis 2 Stunden täglich einplanen, inklusive geistiger Auslastung wie Dummyarbeit oder Fährtenarbeit.
- Für regelmäßiges stundenlanges Alleinbleiben ist die Rasse tendenziell wenig geeignet. Ohne Betreuung tagsüber wird es meist eng.
- Neigt bei überschüssiger Fütterung schnell zu Übergewicht, was Gelenke zusätzlich belastet: Futtermenge eher knapp bemessen und Leckerlis mit einrechnen.
- Fellwechsel im Frühjahr und Herbst bedeutet spürbar mehr Haaraufkommen in Wohnung und Auto, trotz insgesamt pflegeleichtem Kurzhaarfell.
- Vor der Anschaffung Zuchtlinien auf HD/ED-Zuchtwerte und Augenuntersuchungen (PRA) prüfen lassen. Seriöse Züchter legen diese Befunde offen.
- Kein Listenhund in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Bei der Haltung fallen daher keine rassespezifischen Sonderauflagen an.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellenbogendysplasie (ED)
- Progressive Retinaatrophie (PRA) sowie weitere erbliche Augenerkrankungen wie Katarakt und Retinadysplasie
- Ausgeprägte Neigung zu Übergewicht, unter anderem durch eine genetisch bedingt schwächere Sättigungsregulation
- Belastungskollaps (Exercise Induced Collapse), vor allem in leistungsbetonten Arbeitslinien beschrieben
- Vereinzelt Kupferspeicherkrankheit und ektopische Ureter
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Labrador Retriever hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Für diese Rasse liegt ein Welpe beim seriösen Züchter meist zwischen 1.200 und 2.000 Euro.
Quellen: Fressnapf-Magazin, SanteVet-Rasseportrait (2025), edogs-Magazin (2024), HonestDog (2026). Von uns erhoben am 25.08.2026. Grob auf Hunderter gerundet. Einen amtlichen Preis gibt es nicht.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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