Golden Retriever
Freundliche Seele mit Apportierleidenschaft
auch bekannt als Goldie
Steckbrief
- Größe
- groß (L), 51 bis 61 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 27 bis 34 kg
- Lebenserwartung
- typisch 10 bis 12 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- sehr verbreitetStufe 5 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 1.952 Welpen
- Fell
- Langhaar mit Unterwolle, mehrmals wöchentlich bürsten
- Herkunft
- Großbritannien
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 8 (Apportier-, Stöber- und Wasserhunde), Standard Nr. 111
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- sehr leicht trainierbar, hochgradig gehorsam (5 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
- Bellfreude
- bellt selten (2 von 5, Tendenzwert)
- Pflegeaufwand
- hoher Pflegeaufwand (4 von 5)
- Haaren
- haart stark (4 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- sehr offen, begrüßt Fremde freudig (5 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- sehr verträglich, liebt Hundekontakt (5 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- gut verträglich mit Katzen (4 von 5)
- Familien-Eignung
- sehr gut geeignet für Familien mit Kindern (5 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- kaum Wach-/Schutztrieb (1 von 5)
- Jagdtrieb
- ausgeprägter Jagdtrieb (4 von 5)
- Anfänger-Eignung
- gut geeignet für Anfänger (4 von 5)
Der Charakter: Golden Retriever im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Plane täglich mindestens 1,5 bis 2 Stunden Bewegung und Beschäftigung ein, im Idealfall mit Schwimmen, Apportierspielen oder Nasenarbeit. Reines Gassigehen wird vielen Golden Retrievern langfristig nicht gerecht.
- Golden Retriever bauen im Schnitt eine enge Bindung zur Familie auf; längeres Alleinbleiben (über 4 Stunden) sollte erst schrittweise trainiert werden und ist keine Selbstverständlichkeit.
- Das dichte Fell mit Unterwolle braucht mehrmals wöchentliches Bürsten, in der Fellwechselzeit im Frühjahr und Herbst nahezu täglich: Rechne mit spürbarem Haaranfall in der Wohnung.
- Hüft- und Ellenbogendysplasie (HD/ED) kommen in der Rasse vor; Welpen nur von Zuchten mit dokumentierten Röntgenbefunden der Elterntiere kaufen und im ersten Lebensjahr Treppen, Sprünge und lange Fahrradtouren vermeiden.
- Golden Retriever gelten als überdurchschnittlich krebsanfällig (u. a. Hämangiosarkom, Lymphom); das kann im Alter zu höheren Tierarztkosten führen und lohnt eine frühzeitige Überlegung zu Krankenversicherung oder Rücklagen.
- Als Jagdgebrauchshund mit ausgeprägtem Apportier- und Beutefangverhalten braucht die Rasse frühes Training rund um Impulskontrolle, etwa gegenüber Wild, Joggern oder Radfahrern.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellbogendysplasie (ED), auch durch Aufzuchtbedingungen im ersten Lebensjahr mitbeeinflusst
- Erbliche Herzfehler, insbesondere (Sub-)Aortenstenose
- Primäre Epilepsie, meist zwischen dem 2. und 5. Lebensjahr erstmals auffällig
- Erhöhte Krebsanfälligkeit, u. a. Hämangiosarkom, Lymphom und Mastzelltumoren
- X-chromosomale Muskeldystrophie (selten, aber rassetypisch beschrieben)
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Golden Retriever hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Für den Golden Retriever ist die Quellenlage dünn: Nur zwei unabhängige Ratgeber nennen überhaupt eine Spanne, und sie sind sich uneinig. Verlässlicher als eine Zahl ist hier das Gespräch mit dem Züchter und die Frage, ob er seinen Preis begründen kann.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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