Slowakischer Rauhbart
Ausdauernder Jagdgefährte mit Bart und viel Bewegungsdrang
auch bekannt als Slovenský hrubosrstý stavač, Slovak Rough-haired Pointer


Steckbrief
- Größe
- groß (L), 57 bis 68 cm Schulterhöhe
- Lebenserwartung
- typisch 11 bis 13 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- seltenStufe 2 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 16 Welpen
- Fell
- Rauhaar, Das raue, etwa 4 cm lange Deckhaar mit Bart und buschigen Augenbrauen braucht gelegentliches Trimmen von Hand, der Bart sollte nach dem Fressen und Trinken trockengehalten werden.
- Herkunft
- Slowakei
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 7 (Vorstehhunde), Standard Nr. 320
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht sehr viel Bewegung/Auslastung (5 von 5)
- Trainierbarkeit
- gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt selten (2 von 5, Tendenzwert)
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Haaren
- haart mäßig (3 von 5, Tendenzwert)
- Offenheit gegenüber Fremden
- abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Hunden
- gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5, Tendenzwert)
- Wach- und Schutztrieb
- geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)
Der Charakter: Slowakischer Rauhbart im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Braucht täglich ausgiebige Bewegung inklusive Wasserarbeit und Nasenarbeit, ein reiner Couch und Spaziergang Alltag wird der Rasse nicht gerecht.
- Das raue Fell mit Bart und Augenbrauen sollte alle paar Wochen kontrolliert und bei Bedarf getrimmt werden, der Bart braucht nach dem Fressen und Trinken Trockenpflege.
- In Deutschland sehr selten: meist nur über wenige spezialisierte Züchter in der Slowakei oder Tschechien und mit Wartezeiten von einem Jahr oder mehr zu bekommen, vorab prüfen, ob der Zuchtverein Gesundheitschecks der Elterntiere dokumentiert.
- Vor der Anschaffung ehrlich klären, ob jagdliche Führung oder mindestens intensiver Hundesport möglich ist, die Linien sind überwiegend auf Jagdgebrauch gezüchtet.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Der Standard beschreibt einen über der Augenlinie angesetzten, hängenden Behang: Bei Hängeohren-Rassen begünstigt das eingeschränkte Belüften des Gehörgangs erfahrungsgemäß Ohrentzündungen, dazu liegen aber keine rassespezifischen Zahlen vor, es handelt sich um eine bauartbedingte Tendenz.
- Der Standard fordert eine tiefe, bis zum Ellenbogen reichende Brust bei einer großrahmigen Rasse: Diese Kombination gilt bei großen, tiefbrüstigen Hunden allgemein als Risikofaktor für Magendrehung, auch hierzu fehlen rassespezifische Studien, es bleibt eine aus dem Körperbau abgeleitete Tendenzaussage.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Slowakischer Rauhbart hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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