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Lele

Französischer Vorstehhund - Typus Pyrenäen

Wendiger Jagdpartner mit feiner Nase und viel Tatendrang

auch bekannt als Braque Français type Pyrénées, French Pointing Dog, Pyrenean type, Petit Braque Français

mittelgroß (M)Frankreich
Französischer Vorstehhund Typus Pyrenäen mit brauner Tüpfelzeichnung steht vor im hohen grünen Gras, Kopf und Rute jagdlich erhoben.
Französischer Vorstehhund - Typus Pyrenäen unterwegsFoto: Johami · CC BY-SA 3.0

Steckbrief

Größe
mittelgroß (M), 49 bis 58 cm Schulterhöhe
Gewicht
typisch 18 bis 24 kg
Lebenserwartung
typisch 12 bis 14 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Verfügbarkeit in Deutschland
kaum zu bekommenStufe 1 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 9 Welpen
Fell
Kurzhaar, Das feine, kurze Fell ist pflegeleicht: Bürsten alle paar Tage reicht, dazu regelmäßige Ohrenkontrolle wegen der Hängeohren.
Herkunft
Frankreich
Anerkennung
FCI-Gruppe 7 (Vorstehhunde), Standard Nr. 134

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
lebhaft, viel Energie (4 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht viel Bewegung (4 von 5)
Trainierbarkeit
gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
Alleinbleiben
bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
Bellfreude
bellt selten (2 von 5, Tendenzwert)
Pflegeaufwand
geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
Haaren
haart mäßig (3 von 5, Tendenzwert)
Offenheit gegenüber Fremden
abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Hunden
meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Katzen
eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
Familien-Eignung
mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5, Tendenzwert)
Wach- und Schutztrieb
geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
Jagdtrieb
sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
Anfänger-Eignung
für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)

Der Charakter: Französischer Vorstehhund - Typus Pyrenäen im Porträt

Der Französische Vorstehhund vom Typus Pyrenäen ist die kleinere, leichtere Ausgabe des Braque Français: Züchter aus dem Südwesten Frankreichs formten ihn ab etwa 1830 aus denselben Wurzeln wie den größeren Typus Gascogne, aber mit strafferer Haut, feinerem, kürzerem Fell und deutlich weniger Gewicht. Bis heute ist er in erster Linie ein vielseitiger Jagdgebrauchshund für die Arbeit vor und nach dem Schuss, mit ausgeprägtem Spürsinn, sicherem Vorstehen und angeborener Bringfreude. Der FCI-Standard beschreibt ihn als rustikalen, ausreichend muskulösen, aber nicht schweren Hund, schneller und wendiger als sein größerer Vetter, dabei ohne dessen Gewicht und Wamme. Wesensmäßig gilt er als lernbegierig, führerbezogen und anpassungsfähig, ausdauernd im Gelände und robust gegenüber Wind und Wetter. Sein Jagdtrieb ist stark ausgeprägt und lässt sich im Alltag nicht wegtrainieren, er bestimmt Spaziergänge, Freilauf und den Umgang mit Kleintieren maßgeblich mit. Im Alltag braucht er täglich mehrere Stunden echte Auslastung, idealerweise mit Nasenarbeit oder tatsächlicher jagdlicher Führung, reines Spazierengehen wird ihm auf Dauer nicht gerecht. Die Fellpflege ist dank kurzem Haar unkompliziert, die Hängeohren wollen aber regelmäßig kontrolliert werden. In Deutschland ist die Rasse extrem selten, sie wird fast ausschließlich über jagdlich geführte Zuchtlinien vermittelt, oft mit langer Wartezeit oder nur über Import aus Frankreich, wo sie deutlich verbreiteter ist. Geeignet ist der Typus Pyrenäen für aktive, jagdlich interessierte Menschen oder erfahrene Halter mit viel Zeit für Auslastung, Fährtenarbeit und konsequentes, aber partnerschaftliches Training. Für Wohnungshaltung ohne tägliche intensive Beschäftigung, für Katzenhaushalte oder als reiner Familienbegleiter ohne jagdlichen Hintergrund passt er dagegen nicht. Wer eine ruhige Couch-Rasse sucht, sollte sich woanders umsehen.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Braucht täglich mehrere Stunden echte Auslastung, im Idealfall mit Nasenarbeit, Schleppfährten oder tatsächlicher Jagdbegleitung, sonst wird der Jagdtrieb zum Problem an der Leine.
  • In Deutschland faktisch nur über jagdlich geführte Zuchtlinien oder Import aus Frankreich zu bekommen, plane für die Welpensuche mehrere Monate bis über ein Jahr Vorlauf ein.
  • Freilauf nur in sicher umzäunten oder kontrollierbaren Bereichen, der Vorstehreflex und die Sichtjagd auf Kleinwild sind rassetypisch und nicht abtrainierbar.
  • Für Katzen oder Kleintiere im Haushalt vorab ein sorgfältiges, begleitetes Kennenlernen einplanen statt sich auf Zufälle zu verlassen.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Die langen Hängeohren begünstigen bei allen Vorstehhunden dieser Bauart Ohrentzündungen, deshalb ist regelmäßige Ohrenkontrolle sinnvoll, auch wenn keine belastbare rassespezifische Studie dazu vorliegt.

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Französischer Vorstehhund - Typus Pyrenäen hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

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