Französischer Rauhhaariger Vorstehhund
Bärtiger Jagdgefährte mit sanftem Wesen
auch bekannt als Korthals, Griffon, Korthals Griffon, Griffon d'arrêt à poil dur


Steckbrief
- Größe
- groß (L), 50 bis 60 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 16 bis 32 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 14 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- mit SucheStufe 3 von 5Keine VDH-Zucht in Deutschland, Bezug meist nur über Import
- Fell
- Rauhaar, hartes, drahtiges Deckhaar mit dichter Unterwolle, Bart und Augenbrauen ausgeprägt, regelmäßiges Trimmen (Handauszupfen) etwa zwei bis drei Mal im Jahr empfohlen
- Herkunft
- Frankreich
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 7 (Vorstehhunde), Standard Nr. 107
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
- Bellfreude
- bellt situationsbedingt (3 von 5, Tendenzwert)
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Haaren
- haart wenig (2 von 5, Tendenzwert)
- Offenheit gegenüber Fremden
- zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- gut geeignet für Familien (4 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- mittlerer Wach-/Schutztrieb (3 von 5)
- Jagdtrieb
- sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)
Der Charakter: Französischer Rauhhaariger Vorstehhund im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Braucht täglich mehrere Stunden echte Auslastung, am besten mit Nasenarbeit, Fährten oder tatsächlicher Jagdpraxis, sonst sucht sich der ausgeprägte Jagdtrieb im Alltag eigene, oft unerwünschte Wege wie Ausbüxen oder Hetzen.
- Fellpflege realistisch einplanen: Das drahtige Haar sollte etwa zwei bis drei Mal im Jahr von Hand getrimmt werden, Bart und Augenbrauen brauchen zusätzlich regelmäßiges Auskämmen gegen Verfilzung nach dem Einsatz im Unterholz.
- In Deutschland fast ausschließlich über Jagdgebrauchshundvereine mit Wesenstest und Zuchtzulassungsprüfung zu bekommen, plane Wartezeiten von einem bis zwei Jahren sowie eventuell einen Import aus dem europäischen Ausland ein.
- Ohren regelmäßig kontrollieren: Die dicht behaarten, anliegenden Ohren lassen wenig Luft an den Gehörgang, was Entzündungen begünstigen kann, besonders nach Einsätzen im Wasser oder feuchten Gelände.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Rassespezifische Studienlage zur Gesundheit ist dünn, konkrete belegte Dispositionen liegen kaum vor. Aus dem Körperbau lassen sich Tendenzen ableiten: die tiefe, nicht zu breite Brust größerer, aktiver Hunde gilt allgemein als Risikofaktor für Magendrehung, die dicht behaarten, anliegenden Ohren begünstigen tendenziell Ohrentzündungen, insbesondere nach der Wasserarbeit.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Französischer Rauhhaariger Vorstehhund hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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