Ariège-Vorstehhund
Ausdauernder Jagdbegleiter mit sanftem, führigem Wesen
auch bekannt als Braque de l'Ariège, Ariège Pointer
Steckbrief
- Größe
- groß (L), 54 bis 65 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 22 bis 32 kg
- Lebenserwartung
- etwa 13 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- kaum zu bekommenStufe 1 von 5Keine VDH-Zucht in Deutschland, Bezug meist nur über Import
- Fell
- Kurzhaar, Das kurze, dichte Fell braucht kaum Pflege, eine wöchentliche Bürste reicht meist. Die langen Hängeohren solltest du regelmäßig auf Rötung oder Geruch kontrollieren.
- Herkunft
- Frankreich
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 7 (Vorstehhunde), Standard Nr. 177
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt mit Training einige Zeit allein (3 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt selten (2 von 5, Tendenzwert)
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Haaren
- haart wenig (2 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Hunden
- gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5, Tendenzwert)
- Wach- und Schutztrieb
- geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)
Der Charakter: Ariège-Vorstehhund im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Plane täglich mindestens anderthalb bis zwei Stunden Bewegung mit echtem Freilauf ein, reine Leinenspaziergänge reichen dieser Jagdrasse auf Dauer nicht.
- In Deutschland gibt es praktisch keine Zucht, rechne mit Import aus Frankreich und mehreren Monaten Wartezeit über französische Zuchtvereine.
- Der starke Jagdtrieb macht sicheres Grundstück und kontrollierten Freilauf nötig, Katzen oder Kleintiere im Haushalt nur mit sehr behutsamer, früher Gewöhnung.
- Als Ersthund eher ungeeignet, Vorerfahrung mit jagdlich geprägten Vorstehhunden oder enge Anbindung an einen erfahrenen Züchter helfen beim Einstieg.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Die langen, tief angesetzten Hängeohren begünstigen bei ungenügender Kontrolle Ohrentzündungen, wie es bei vielen langohrigen Jagdhundrassen der Fall ist. Das ist eine strukturell begründete Tendenz aus dem Körperbau, kein rassespezifisch belegter Befund.
- Die tiefe, breite Brust, die der Standard für diese großwüchsige, aktive Rasse vorschreibt, gilt bei ähnlich gebauten großen Hunden allgemein als Risikofaktor für eine Magendrehung, besonders bei hastigem Fressen nach Anstrengung. Auch hierzu liegen keine rassespezifischen Studien vor, nur die Ableitung aus dem Körperbau.
- Belastbare, rassespezifische Gesundheitsdaten fehlen bisher fast vollständig, die Quellenlage zur Rasse ist insgesamt sehr dünn.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Ariège-Vorstehhund hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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