Tibet-Terrier
Fröhlicher Freigeist aus dem Himalaya
auch bekannt als Tibetan Terrier, Tibet-Apso, Doki-Apso
Steckbrief
- Größe
- klein (S), 36 bis 41 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 8 bis 14 kg
- Lebenserwartung
- typisch 10 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- gut verfügbarStufe 4 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 290 Welpen
- Fell
- doppeltes Langhaar, Feine, wollige Unterwolle unter langem Deckhaar: mehrmals pro Woche gründlich bis auf die Haut bürsten, sonst verfilzt das Fell.
- Herkunft
- Tibet (China)
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde), Standard Nr. 209
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5)
- Trainierbarkeit
- trainierbar mit Konsequenz (3 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt situationsbedingt (3 von 5)
- Pflegeaufwand
- hoher Pflegeaufwand (4 von 5)
- Haaren
- haart wenig (2 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- meist verträglich mit Katzen (3 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- gut geeignet für Familien (4 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- mittlerer Wach-/Schutztrieb (3 von 5)
- Jagdtrieb
- geringer Jagdtrieb (2 von 5)
- Anfänger-Eignung
- mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5)
Der Charakter: Tibet-Terrier im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Fellpflege einplanen: mehrmals pro Woche 20 bis 30 Minuten gründliches Bürsten bis auf die Haut, beim Fellwechsel vom Junghund- zum Erwachsenenfell (etwa im zweiten Lebensjahr) fast täglich. Ohne diese Routine verfilzt die feine Unterwolle rasch.
- Beim Züchter gezielt nach Gentests der Elterntiere fragen: Für primäre Linsenluxation (PLL), Progressive Retinaatrophie (PRA3, rcd4-PRA) und NCL gibt es etablierte DNA-Tests, dazu HD-Befunde und aktuelle Augenuntersuchungen erfragen.
- Training positiv und abwechslungsreich aufbauen: Der Tibet-Terrier arbeitet gern mit, quittiert Druck oder stures Wiederholen aber mit Ignorieren. Eine Hundeschule mit Belohnungsansatz und kurze, kreative Einheiten zahlen sich aus.
- Melden und Alleinbleiben früh in Bahnen lenken: Als ehemaliger Wachhund schlägt er bei Geräuschen und Besuch tendenziell an, was in hellhörigen Wohnungen Thema werden kann. Alleinbleiben schrittweise üben, er bindet sich eng an seine Menschen.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Primäre Linsenluxation (PLL): erbliche Augenerkrankung, tritt meist zwischen dem dritten und achten Lebensjahr auf, DNA-Test verfügbar
- Progressive Retinaatrophie (PRA): in der Rasse sind unter anderem die Formen PRA3 und rcd4-PRA beschrieben, DNA-Tests verfügbar
- Neuronale Ceroidlipofuszinose (NCL): fortschreitende neurodegenerative Speichererkrankung mit Symptombeginn im Erwachsenenalter, DNA-Test verfügbar
- Hüftgelenksdysplasie (HD)
- Patellaluxation (Kniescheibenluxation)
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Tibet-Terrier hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Für diese Rasse liegt ein Welpe beim seriösen Züchter meist zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Quellen: welpen.de (2026), Fressnapf-Magazin (2025), ZooRoyal-Magazin (2017). Von uns erhoben am 25.08.2026. Grob auf Hunderter gerundet. Einen amtlichen Preis gibt es nicht.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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