Tibet-Spaniel
Kleiner Klosterwächter mit eigenem Kopf
auch bekannt als Tibetan Spaniel

Steckbrief
- Größe
- klein (S), 25 bis 25 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 4,1 bis 6,8 kg
- Lebenserwartung
- typisch 13 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- seltenStufe 2 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 17 Welpen
- Fell
- Langhaar, Seidiges Deckhaar mit feiner Unterwolle, im Gesicht und an der Vorderseite der Läufe kurz. Regelmäßiges Bürsten reicht meist, professionelle Schur ist nicht nötig.
- Herkunft
- Tibet/China
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde), Standard Nr. 231
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- ausgeglichen energiegeladen (3 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht mäßig Bewegung (2 von 5)
- Trainierbarkeit
- eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
- Bellfreude
- bellt häufig (4 von 5)
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Haaren
- haart mäßig (3 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- meist verträglich mit Katzen (3 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- ausgeprägter Wach-/Schutztrieb (4 von 5)
- Jagdtrieb
- geringer Jagdtrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Anfänger-Eignung
- mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5)
Der Charakter: Tibet-Spaniel im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Frühe, konsequente Sozialisierung mit fremden Menschen und Situationen ist wichtig, sonst verfestigt sich die natürliche Zurückhaltung zu übermäßiger Schreckhaftigkeit.
- Bei Zuchttieren vor der Verpaarung eine augenärztliche Untersuchung auf progressive Retinaatrophie (PRA) einfordern, die Erkrankung ist beim Tibet-Spaniel dokumentiert.
- Die ausgeprägte Meldefreude über Training früh kanalisieren (Signal zum Aufhören etablieren), sonst wird Bellen bei Nachbarn in Mehrfamilienhäusern schnell zum Thema.
- Wöchentliches Bürsten von Unterwolle, Ohren und Hosenbefederung reicht meist, dichtere Fellpartien in der Achsel und hinter den Ohren regelmäßig auf Verfilzung prüfen.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Progressive Retinaatrophie (PRA), eine erblich bedingte, schmerzlose Netzhautdegeneration, die meist zwischen dem zweiten und siebten Lebensjahr beginnt und zur vollständigen Erblindung führen kann.
- Portosystemischer Shunt, eine angeborene Fehlbildung der Leberdurchblutung, bei der Blut die Leber teilweise umgeht und diese nicht ausreichend entgiftet wird.
- Neigung zu Tränenträufeln und gelegentlichem Cherry Eye (Vorfall der Nickhautdrüse), meist gut behandelbar.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Tibet-Spaniel hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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