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Lele

Malteser

Anhänglicher Gefährte im weißen Seidenkleid

auch bekannt als Bichon Maltais

sehr klein (XS)Italien
Malteser mit langem, seidig glänzendem weißen Fell liegt entspannt und blinzelt in die Kamera
Malteser im Porträt
Kleiner weißer Malteser rennt mit wehendem Fell über eine Straße
Malteser unterwegs
Malteser liegt entspannt zu Hause auf einem grünen Sofa
Malteser zu Hause

Steckbrief

Größe
sehr klein (XS), 20 bis 25 cm Schulterhöhe
Gewicht
typisch 3 bis 4 kg
Lebenserwartung
etwa 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Verfügbarkeit in Deutschland
sehr verbreitetStufe 5 von 5VDH 2024: 157 Welpen; TASSO Top 10 2024, 2025 knapp aus Top 10 verdrängt
Fell
Langhaar, glatt
Herkunft
Italien

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
eher ruhig (2 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht mäßig Bewegung (2 von 5)
Trainierbarkeit
gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
Alleinbleiben
bleibt sehr ungern allein (1 von 5)
Bellfreude
bellt situationsbedingt (3 von 5, Tendenzwert)
Pflegeaufwand
sehr hoher Pflegeaufwand (5 von 5)
Haaren
haart kaum (1 von 5)
Offenheit gegenüber Fremden
abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Hunden
meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Katzen
meist verträglich mit Katzen (3 von 5, Tendenzwert)
Familien-Eignung
mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
Wach- und Schutztrieb
mittlerer Wach-/Schutztrieb (3 von 5, Tendenzwert)
Jagdtrieb
kaum Jagdtrieb (1 von 5)
Anfänger-Eignung
sehr gut geeignet für Anfänger (5 von 5)

Der Charakter: Malteser im Porträt

Der Malteser zählt zu den ältesten bekannten Gesellschaftshunderassen: Schon vor über zwei Jahrtausenden wurden kleine weiße Hunde in Hafenstädten des zentralen Mittelmeerraums gehalten, vermutlich verbreitet durch phönizische Händler. Die FCI führt die Rasse heute unter dem Patronat Italiens, ihre eigentlichen Wurzeln liegen aber im gesamten Mittelmeerraum. Der Name geht wohl eher auf ein altes Wort für „Zufluchtshafen" zurück als auf die Insel Malta allein. Im Wesen zeigt sich der Malteser laut Rassestandard als lebhaft, anhänglich, ausgeglichen und aufgeweckt: ein Hund, der auf enge Bindung an seine Menschen ausgelegt ist und diese Nähe aktiv sucht. Er neigt dazu, sich seiner Bezugsperson anzuschließen wie ein ständiger Begleiter, und tendiert entsprechend eher zu Unbehagen, wenn er häufig oder lange allein bleiben muss. Fremden gegenüber verhält er sich meist freundlich-neugierig, kann je nach Sozialisierung aber auch zurückhaltender reagieren. Einen Jagdtrieb im eigentlichen Sinn hat die Rasse kaum, das macht sie unterwegs im Durchschnitt leicht zu führen. Der Bewegungsbedarf ist im Schnitt gering bis moderat: Mehrere kurze Spaziergänge und etwas geistige Beschäftigung reichen den meisten Maltesern völlig aus, exzessive sportliche Auslastung braucht die Rasse nicht. Deutlich höher liegt dagegen der Pflegeaufwand: Das lange, seidige Haarkleid ohne Unterwolle wächst kontinuierlich nach, haart kaum, verfilzt aber leicht und verlangt regelmäßiges Bürsten sowie wiederkehrende Trimmtermine. Wer das nicht leisten will, sollte eine kürzere Pflegeschur einplanen oder die Rasse noch einmal überdenken. Für wen passt der Malteser tendenziell? Gut zu Menschen, die viel Zeit zu Hause verbringen, Nähe schätzen und Freude an regelmäßiger Fellpflege haben, auch für reine Wohnungshaltung im Prinzip geeignet. Weniger passend ist die Rasse für Haushalte mit häufiger, langer Abwesenheit oder für Familien mit sehr jungen, unbeaufsichtigten Kindern: Der zierliche, leichte Körperbau verträgt grobes Spiel schlecht. Trotz aller Verspieltheit bleibt der Malteser in erster Linie ein anschmiegsamer Schoßhund und kein Sport- oder Wachhund. Wer diese Tendenz akzeptiert, findet in ihm einen anhänglichen, aufmerksamen Lebensgefährten mit überschaubarem Bewegungs-, aber deutlichem Pflegeanspruch.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Bewegungspensum: Mehrere kurze Spaziergänge von insgesamt rund 30 bis 45 Minuten pro Tag reichen den meisten Maltesern, dazu etwas geistige Beschäftigung.
  • Alleinbleiben-Realität: Der Malteser ist auf enge Nähe zu seinen Menschen ausgelegt und neigt bei häufigen, langen Abwesenheiten (regelmäßig mehr als 3 bis 4 Stunden) zu Stress. Für Vollzeit-Berufstätige ohne Betreuungslösung ist das nur bedingt geeignet.
  • Pflegekosten: Das lange Fell braucht mehrmals wöchentliches Bürsten sowie alle 6 bis 8 Wochen einen professionellen Schertermin. Laufende Kosten dafür einplanen.
  • Tierarztkosten: Patellaluxation und Zahnprobleme kommen bei der Rasse häufiger vor und können regelmäßige Kontrollen und Behandlungen nach sich ziehen.
  • Kinder im Haushalt: Wegen des zierlichen, leichten Körperbaus (ca. 3 bis 4 kg) sollte der Umgang mit sehr jungen Kindern beaufsichtigt werden, um grobes Spiel zu vermeiden.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Patellaluxation (Instabilität der Kniescheibe): bei kleinen Rassen wie dem Malteser häufiger beschrieben, Risiko steigt zusätzlich bei Übergewicht.
  • Tränenspur und Bindehautreizungen, begünstigt durch das lange, ins Auge wachsende Kopfhaar.
  • Erhöhtes Risiko für Zahnstein und Zahnfehlstellungen durch den kleinen Kiefer: regelmäßige Zahnpflege sinnvoll.
  • Gehäuft beschriebene Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) im Erwachsenenalter.
  • Der Malteser wird in der Fachliteratur zu den brachyzephalen (kurzköpfigen) Rassen gezählt; damit einhergehend kann in unterschiedlichem Ausmaß eine erhöhte Atemwegs- und Hitzeempfindlichkeit auftreten.

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Malteser hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Die Quellen nennen deutlich unterschiedliche Preise. Nimm die Spanne als groben Rahmen und frag beim Zuchtverein nach.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

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