Havaneser
Fröhlicher Gesellschafter, immer nah am Menschen
auch bekannt als Havi, Bichon Havanais
Steckbrief
- Größe
- klein (S), 23 bis 27 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 3,5 bis 6 kg
- Lebenserwartung
- typisch 14 bis 16 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- gut verfügbarStufe 4 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 562 Welpen
- Fell
- Langhaar, regelmäßiges Bürsten
- Herkunft
- Kuba
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde), Standard Nr. 250
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- ausgeglichen energiegeladen (3 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5)
- Trainierbarkeit
- gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
- Bellfreude
- bellt situationsbedingt (3 von 5)
- Pflegeaufwand
- sehr hoher Pflegeaufwand (5 von 5)
- Haaren
- haart wenig (2 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- sehr offen, begrüßt Fremde freudig (5 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- gut verträglich mit Katzen (4 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- sehr gut geeignet für Familien mit Kindern (5 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- mittlerer Wach-/Schutztrieb (3 von 5)
- Jagdtrieb
- kaum Jagdtrieb (1 von 5)
- Anfänger-Eignung
- sehr gut geeignet für Anfänger (5 von 5)
Der Charakter: Havaneser im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Bewegungspensum: Im Schnitt reichen 45 bis 60 Minuten Spaziergang pro Tag, aufgeteilt auf mehrere kurze Einheiten, lieber häufig als lang am Stück.
- Alleinbleiben ist keine Selbstverständlichkeit: Die enge Bindung an die Bezugspersonen macht ein schrittweises, frühes Alleinbleib-Training nötig; mehrstündige Abwesenheiten sollten anfangs vermieden werden.
- Fellpflege kostet Zeit und Geld: Tägliches Bürsten sowie regelmäßige Termine beim Hundefriseur (etwa alle 6 bis 8 Wochen) sind bei diesem Langhaarfell realistisch einzuplanen.
- Vor der Welpenwahl auf Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere achten, insbesondere Patellae, Augen (Grauer Star, Retinadysplasie) und Herz: Seriöse Zuchtstätten legen entsprechende Befunde offen.
- Der Havaneser gilt in Deutschland, Österreich und der Schweiz nach aktuellem Stand nicht als Listenhund; rassespezifische Haltungsauflagen sind daher nicht zu erwarten.
- Wegen des dichten, langen Haarkleids ist die Kontrolle auf Zecken und Grannen im Fell aufwendiger als bei kurzhaarigen Rassen, besonders im Sommer.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Patellaluxation (Kniescheibenverrenkung): bei kleinen Rassen verbreitet, Zuchttiere sollten untersucht sein.
- Augenerkrankungen wie Retinadysplasie und Grauer Star (Katarakt) sind rassetypisch beschrieben.
- Angeborene Herzerkrankungen kommen vor; kardiologische Untersuchung der Zuchttiere wird empfohlen.
- Lebererkrankungen, unter anderem portosystemischer Shunt, werden bei kleinen Rassen einschließlich Havaneser häufiger beobachtet.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Havaneser hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Für diese Rasse liegt ein Welpe beim seriösen Züchter meist zwischen 1.500 und 2.500 Euro.
Quellen: hunderasse.de, edogs (2025), Wamiz. Von uns erhoben am 25.08.2026. Grob auf Hunderter gerundet. Einen amtlichen Preis gibt es nicht.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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