Die 10 FCI-Gruppen
Die FCI, der internationale Dachverband der Hundezucht, ordnet die anerkannten Rassen in zehn Gruppen. Die Gruppen erzählen, wofür ein Hund einmal gezüchtet wurde, und das erklärt bis heute viel über seinen Alltag: wie viel Beschäftigung er braucht, wie eigenständig er entscheidet und worauf du dich einstellen solltest.
Hüte- und Treibhunde
Kluge Mitarbeiter: lernen schnell, beobachten viel und brauchen echte Aufgaben.
51 Rassen im Lele-Verzeichnis
Pinscher, Schnauzer, Molosser
Wächter mit riesiger Spannweite: vom Zwergschnauzer bis zum Herdenschutzhund.
58 Rassen im Lele-Verzeichnis
Terrier
Mutige Charakterköpfe mit Jagdgeschichte: fröhlich, beharrlich, meinungsstark.
36 Rassen im Lele-Verzeichnis
Dachshunde
Eine einzige Rasse in neun Varietäten: der Teckel, mutig und meinungsstark.
3 Rassen im Lele-Verzeichnis
Spitze und Urtypen
Dem Urtyp nah: eigenständig und wachsam, vom Husky bis zum Podenco.
54 Rassen im Lele-Verzeichnis
Lauf- und Schweißhunde
Die Nasen-Spezialisten: ausdauernd, sozial und gern mit eigenem Plan.
76 Rassen im Lele-Verzeichnis
Vorstehhunde
Kooperative Vollzeit-Arbeiter: suchen weiträumig und bleiben doch im Team.
36 Rassen im Lele-Verzeichnis
Apportier-, Stöber- und Wasserhunde
Retriever, Spaniel und Wasserhunde: arbeitswillig, menschenbezogen, verfressen.
22 Rassen im Lele-Verzeichnis
Gesellschafts- und Begleithunde
Für die Nähe zum Menschen gezüchtet: anhänglich, aber nicht anspruchslos.
30 Rassen im Lele-Verzeichnis
Windhunde
Sichtjäger auf vier Pfoten: zuhause ruhig und leise, draußen blitzschnell.
14 Rassen im Lele-Verzeichnis
Und die Hybride?
Maltipoo, Labradoodle, Goldendoodle und Co. tauchen in keiner FCI-Gruppe auf, denn sie sind keine anerkannten Rassen, sondern Kreuzungen zwischen anerkannten Rassen. Für sie gibt es keinen Standard, kein zuständiges Ursprungsland und kein Zuchtbuch. Aussehen, Größe, Felltyp und Wesen streuen deshalb innerhalb eines Wurfs stark, besonders ab der zweiten Generation. Das ist keine Wertung, sondern die Konsequenz fehlender Selektion über Generationen.
Kreuzung und Rasse schließen sich dabei nicht aus: Eurasier (Gruppe 5) und Kromfohrländer (Gruppe 9) sind aus Kreuzungen entstanden und heute anerkannte Rassen. Der Unterschied liegt nicht in der Herkunft, sondern darin, dass dahinter ein festgelegtes Zuchtziel, ein Standard, ein Zuchtbuch und Generationen kontrollierter Selektion stehen. Und ganz wichtig: Die Kritik gilt dem Zuchtsystem, nie dem einzelnen Tier. Ein Maltipoo im Tierheim verdient dieselbe Sorgfalt in der Vermittlung wie jeder andere Hund.
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