Chihuahua
Winziger Hund mit großem Selbstbewusstsein
auch bekannt als Chi
Steckbrief
- Größe
- sehr klein (XS)
- Gewicht
- typisch 1,5 bis 3 kg
- Lebenserwartung
- typisch 14 bis 16 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- sehr verbreitetStufe 5 von 5VDH 2024: 298 Welpen; TASSO-Neuregistrierungen 2025: Platz 5
- Fell
- Kurzhaar oder Langhaar
- Herkunft
- Mexiko
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde), Standard Nr. 218
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht mäßig Bewegung (2 von 5)
- Trainierbarkeit
- trainierbar mit Konsequenz (3 von 5, Tendenzwert)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
- Bellfreude
- bellt häufig (4 von 5)
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Haaren
- haart mäßig (3 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Hunden
- meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- meist verträglich mit Katzen (3 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- ausgeprägter Wach-/Schutztrieb (4 von 5)
- Jagdtrieb
- geringer Jagdtrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Anfänger-Eignung
- gut geeignet für Anfänger (4 von 5)
Der Charakter: Chihuahua im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Bewegungspensum: insgesamt rund 0,5 bis 1 Stunde am Tag, aufgeteilt auf mehrere kurze Spaziergänge plus Kopfarbeit, reicht für die meisten Chihuahuas aus.
- Alleinbleiben ist bei dieser Rasse oft nur begrenzt möglich: Viele Chihuahuas hängen stark an einer Bezugsperson und sollten das Alleinsein langsam in kleinen Schritten trainieren, statt ganztägig allein gelassen zu werden.
- Zahnpflege einplanen: Der kleine, kompakte Kiefer begünstigt Zahnengstand und Zahnstein, regelmäßiges Zähneputzen und tierärztliche Kontrollen sind sinnvoll.
- Wegen des geringen Körpergewichts sind Stürze, Tritt- oder Sprungverletzungen sowie Kniescheibenprobleme (Patellaluxation) keine Seltenheit: Eine finanzielle Rücklage für tierärztliche Behandlungen oder eine Krankenversicherung ist ratsam.
- Dünnes Fell und wenig Unterhautfett machen viele Chihuahuas kälteempfindlich; bei nasskaltem Wetter sind ein Mantel oder verkürzte Spaziergänge oft nötig.
- Für Haushalte mit sehr kleinen Kindern nur bedingt geeignet, da Hund und Kind sich beim Toben gegenseitig verletzen können.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Patellaluxation (Kniescheibenverrenkung): im FCI-Rassestandard als schwerer Fehler geführt und bei der Rasse verbreitet beschrieben.
- Offene Fontanelle am Apfelkopf (sogenannte Molera): Der FCI-Standard führt eine offene Fontanelle als disqualifizierenden Fehler, da sie mit einem erhöhten Risiko für einen Hydrocephalus (Wasserkopf) einhergehen kann; eine kleine, sich im Welpenalter schließende Fontanelle ist bei der Rasse dagegen verbreitet und meist unbedenklich.
- Zahnfehlstellungen, verzögerter Milchzahnausfall und Zahnengstand durch den kompakten Kiefer, dadurch erhöhte Neigung zu Zahnstein und Zahnfleischproblemen.
- Erhöhtes Verletzungs- und Reizungsrisiko der großen, leicht hervortretenden Augen.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Chihuahua hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Für diese Rasse liegt ein Welpe beim seriösen Züchter meist zwischen 1.000 und 2.000 Euro.
Quellen: HanseMerkur-Rasseseite, HonestDog (2026), Wamiz, Zooplus-Magazin. Von uns erhoben am 25.08.2026. Grob auf Hunderter gerundet. Einen amtlichen Preis gibt es nicht.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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