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Lele

Mops

Gutmütiger Charmeur mit kurzer Nase

auch bekannt als Pug

klein (S)China
Beiger Mops mit gefalteten Ohren blickt neugierig in die Kamera
Mops im Porträt
Mops sitzt zuhause vor einem karierten Sessel im Wohnzimmer
Mops zu Hause

Steckbrief

Größe
klein (S), 25 bis 36 cm Schulterhöhe
Gewicht
typisch 6 bis 8 kg
Lebenserwartung
typisch 12 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Verfügbarkeit in Deutschland
gut verfügbarStufe 4 von 5VDH 2024: 152 Welpen, aber einer der häufigsten Hunde im deutschen Stadtbild
Fell
Kurzhaar
Herkunft
China

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
eher ruhig (2 von 5)
Bewegungsbedarf
genügt wenig Bewegung (1 von 5)
Trainierbarkeit
trainierbar mit Konsequenz (3 von 5, Tendenzwert)
Alleinbleiben
bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
Bellfreude
bellt selten (2 von 5, Tendenzwert)
Pflegeaufwand
mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
Haaren
haart stark (4 von 5, Tendenzwert)
Offenheit gegenüber Fremden
offen gegenüber Fremden (4 von 5)
Verträglichkeit mit Hunden
meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Katzen
meist verträglich mit Katzen (3 von 5, Tendenzwert)
Familien-Eignung
gut geeignet für Familien (4 von 5)
Wach- und Schutztrieb
kaum Wach-/Schutztrieb (1 von 5)
Jagdtrieb
kaum Jagdtrieb (1 von 5)
Anfänger-Eignung
mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5)

Der Charakter: Mops im Porträt

Der Mops stammt ursprünglich aus China, wo kurzköpfige kleine Begleithunde schon vor Jahrhunderten geschätzt wurden. Über niederländische Handelswege gelangte er um 1500 nach Europa und wurde dort rasch zum Modehund an Fürstenhöfen, bevor die Rasse im 19. Jahrhundert beinahe in Vergessenheit geriet und vor allem in England neu gefestigt wurde. Der aktuelle FCI-Standard führt entsprechend Großbritannien als Patronatsland, während China als Ursprungsland gilt. Im Wesen zeigt sich der Mops im Durchschnitt anhänglich, gutmütig und in sich ruhend: der FCI-Standard beschreibt ihn treffend als charmant, würdevoll, ausgeglichen und fröhlich. Fremden gegenüber tritt er meist offen statt misstrauisch auf, ausgeprägtes Wach- oder Jagdverhalten ist bei dieser reinen Begleithundrasse eher die Ausnahme. Beim Training reagiert er tendenziell eigenwillig; wer auf Motivation statt auf Druck setzt und kurze, kopfarbeitlastige Einheiten einplant, kommt meist weiter. Zu seinen Menschen baut er in der Regel eine enge Bindung auf und sucht spürbar Nähe, statt sich zurückzuziehen. Der Bewegungsbedarf ist überschaubar: Mehrere kurze, ruhige Spaziergänge über den Tag verteilt reichen oft aus, ausgedehnte sportliche Anstrengung, Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit verträgt die Rasse wegen der kurzen Atemwege dagegen nur eingeschränkt. Längeres Alleinbleiben liegt dem menschenbezogenen Mops eher nicht. Das kurze Fell selbst ist pflegeleicht, haart aber spürbar; die Gesichtsfalten und Augen brauchen dagegen regelmäßige Aufmerksamkeit, und beim Futter ist Zurückhaltung gefragt, da die Rasse ohne konsequente Kontrolle recht schnell zu Übergewicht neigt, was die Atmung zusätzlich belastet. Für ruhige Wohnungshaushalte mit überschaubarem Bewegungsanspruch kann der Mops gut passen, ebenso für Menschen, die einen anhänglichen Mitbewohner statt einen Sport- oder Ausdauerpartner suchen. Wer lange Läufe, hohe Hitzetoleranz oder einen unabhängigen, wachsamen Hund erwartet, wird mit dieser Rasse eher nicht glücklich. In jedem Fall lohnt sich die bewusste Wahl einer gesundheitsorientierten Zuchtstätte, denn die charakteristische Kopfform bringt ernstzunehmende gesundheitliche Themen mit sich, die vor der Anschaffung offen angesprochen und eingeplant werden sollten.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Bewegungspensum von insgesamt etwa 30 bis 45 Minuten in mehreren kurzen, ruhigen Spaziergängen pro Tag ist meist ausreichend; auf Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit, lange Steigungen und intensive Anstrengung sollte wegen der kurzen Atemwege verzichtet werden.
  • Als stark menschenbezogener Begleithund verträgt der Mops längeres Alleinbleiben eher schlecht; mehr als drei bis vier Stunden am Stück ohne Bezugsperson sollten die Ausnahme bleiben.
  • Das Kurzhaarfell ist pflegeleicht, haart aber trotz kurzer Länge spürbar; die Nasen- und Gesichtsfalten sollten regelmäßig gereinigt und trockengehalten werden, um Hautentzündungen vorzubeugen.
  • Tierarztkosten realistisch einplanen: Atemwegsuntersuchungen (z. B. BOAS-Tests), mögliche Augenbehandlungen sowie Röntgenkontrollen von Wirbelsäule und Kniescheiben gehören bei dieser Rasse häufiger zum Budget als bei unauffälligen Rassen.
  • Gewicht konsequent im Auge behalten: Der Mops frisst nach Aussage von Zuchtvereinen nicht zuverlässig selbstregulierend und neigt bei zu wenig Bewegung schnell zu Übergewicht, was die ohnehin eingeschränkte Atmung zusätzlich belastet.
  • Vor der Anschaffung lohnt sich ein Züchterbesuch mit Fokus auf offene Nasenlöcher, mäßige Faltenbildung und dokumentierte Gesundheitstests der Elterntiere (etwa über Club für den Mops e.V. oder Deutscher Mopsclub e.V.) statt auf besonders extreme Kurzköpfigkeit.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Brachyzephales Atemnotsyndrom (BOAS): verengte Nasenlöcher, langes Gaumensegel und enge Luftröhre können Schnarchen, Atemgeräusche und eine spürbar verminderte Hitze- und Belastungstoleranz verursachen.
  • Pug-Dog-Enzephalitis (Nekrotisierende Meningoenzephalitis, NME): seltene, aber rassetypische entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems; führende Zuchtvereine testen Zuchttiere inzwischen genetisch darauf.
  • Erhöhtes Risiko für Wirbelsäulenfehlbildungen (Hemivertebrae) und Patellaluxation, die per Röntgen beziehungsweise klinischer Untersuchung kontrolliert werden.
  • Augen- und Hautfaltenprobleme: Die großen, wenig geschützten Augen neigen zu Verletzungen und Entzündungen, tiefe Gesichtsfalten begünstigen bei mangelnder Pflege Hautentzündungen.
  • Neigung zu Übergewicht, das die ohnehin eingeschränkte Atmung zusätzlich belastet.

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Mops hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Die verfügbaren Angaben stammen von 2014 oder früher, also aus der Zeit vor dem Welpenboom 2020/21. Nimm die Spanne als groben Anhalt und frag beim Zuchtverein nach aktuellen Preisen.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

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