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Lele

Chihuahua

Winziger Hund mit großem Selbstbewusstsein

auch bekannt als Chi

sehr klein (XS)Mexiko
Chihuahua mit typischem Apfelkopf und aufgestellten Ohren im Porträt vor grünem Hintergrund
Chihuahua im Porträt
Chihuahua steht wachsam im Gras zwischen kleinen Blüten
Chihuahua unterwegs
Chihuahua liegt zu Hause entspannt zusammengerollt auf einem Sofa
Chihuahua zu Hause

Steckbrief

Größe
sehr klein (XS)
Gewicht
typisch 1,5 bis 3 kg
Lebenserwartung
typisch 14 bis 16 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Verfügbarkeit in Deutschland
sehr verbreitetStufe 5 von 5VDH 2024: 298 Welpen; TASSO-Neuregistrierungen 2025: Platz 5
Fell
Kurzhaar oder Langhaar
Herkunft
Mexiko

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
lebhaft, viel Energie (4 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht mäßig Bewegung (2 von 5)
Trainierbarkeit
trainierbar mit Konsequenz (3 von 5, Tendenzwert)
Alleinbleiben
bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
Bellfreude
bellt häufig (4 von 5)
Pflegeaufwand
geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
Haaren
haart mäßig (3 von 5)
Offenheit gegenüber Fremden
zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Hunden
meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Katzen
meist verträglich mit Katzen (3 von 5, Tendenzwert)
Familien-Eignung
mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
Wach- und Schutztrieb
ausgeprägter Wach-/Schutztrieb (4 von 5)
Jagdtrieb
geringer Jagdtrieb (2 von 5, Tendenzwert)
Anfänger-Eignung
gut geeignet für Anfänger (4 von 5)

Der Charakter: Chihuahua im Porträt

Der Chihuahua trägt den Namen des mexikanischen Bundesstaates, in dem er im 19. Jahrhundert entdeckt wurde, und gilt als kleinste anerkannte Hunderasse der Welt. Seine Wurzeln vermutet man bei kleinen mittelamerikanischen Hunden wie dem Techichi, dessen Darstellungen bereits in vorspanischer Zeit auftauchen; ein gesicherter Stammbaum lässt sich daraus aber nicht ableiten. International anerkannt wurde die Rasse Mitte des 20. Jahrhunderts, seither prägen vor allem nordamerikanische Zuchtlinien den heutigen Typ. Trotz seiner Winzigkeit tritt der Chihuahua selbstbewusst auf: Der FCI-Standard beschreibt sein Wesen als lebhaft, wachsam, quirlig und sehr mutig: Eigenschaften, die sich im Alltag oft als aufmerksames, manchmal auch bestimmtes Verhalten zeigen. Viele Tiere bauen eine sehr enge Bindung zu einer Bezugsperson auf und begegnen Fremden zunächst eher zurückhaltend bis misstrauisch. Diese Wachsamkeit äußert sich häufig in ausgeprägter Meldefreude. Konsequente, freundliche Erziehung von Welpenbeinen an hilft, das in vernünftigen Bahnen zu halten. Der Bewegungsbedarf ist überschaubar: Mehrere kurze Spaziergänge und etwas Kopfarbeit reichen in der Regel aus, dennoch bewegen sich Chihuahuas gerne flott und mit erstaunlicher Ausdauer für ihre Größe. Bei Kälte und Nässe brauchen die kleinen Hunde oft zusätzlichen Schutz, etwa durch ein Mäntelchen, da sie schnell auskühlen. Die Fellpflege ist bei beiden Varianten, kurz- und langhaarig, überschaubar, regelmäßiges Bürsten genügt meist. Da die Rasse tendenziell stark an ihren Menschen hängt, gilt Alleinbleiben für viele Tiere als Herausforderung; ein langsamer, geduldiger Aufbau der Alleinbleibzeit ist ratsam. Für Haushalte mit sehr kleinen Kindern ist der Chihuahua wegen seiner Zerbrechlichkeit nur bedingt geeignet, Tier und Kind können sich beim Spielen leicht gegenseitig verletzen, gute Aufsicht ist deshalb unerlässlich. Besser passt die Rasse zu Menschen mit ruhigerem Alltag, die einen aufmerksamen, anhänglichen Begleiter suchen und Wert auf konsequente, liebevolle Erziehung legen. Auch Ersthundehalter kommen mit dieser Rasse im Durchschnitt gut zurecht, sofern sie sich auf die eigenwillige, selbstbewusste Persönlichkeit einlassen, die enge Bindung ernst nehmen und typische Gesundheitsrisiken kleiner Rassen von Anfang an im Blick behalten, etwa bei der Wahl einer verantwortungsvollen Zucht.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Bewegungspensum: insgesamt rund 0,5 bis 1 Stunde am Tag, aufgeteilt auf mehrere kurze Spaziergänge plus Kopfarbeit, reicht für die meisten Chihuahuas aus.
  • Alleinbleiben ist bei dieser Rasse oft nur begrenzt möglich: Viele Chihuahuas hängen stark an einer Bezugsperson und sollten das Alleinsein langsam in kleinen Schritten trainieren, statt ganztägig allein gelassen zu werden.
  • Zahnpflege einplanen: Der kleine, kompakte Kiefer begünstigt Zahnengstand und Zahnstein, regelmäßiges Zähneputzen und tierärztliche Kontrollen sind sinnvoll.
  • Wegen des geringen Körpergewichts sind Stürze, Tritt- oder Sprungverletzungen sowie Kniescheibenprobleme (Patellaluxation) keine Seltenheit: Eine finanzielle Rücklage für tierärztliche Behandlungen oder eine Krankenversicherung ist ratsam.
  • Dünnes Fell und wenig Unterhautfett machen viele Chihuahuas kälteempfindlich; bei nasskaltem Wetter sind ein Mantel oder verkürzte Spaziergänge oft nötig.
  • Für Haushalte mit sehr kleinen Kindern nur bedingt geeignet, da Hund und Kind sich beim Toben gegenseitig verletzen können.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Patellaluxation (Kniescheibenverrenkung): im FCI-Rassestandard als schwerer Fehler geführt und bei der Rasse verbreitet beschrieben.
  • Offene Fontanelle am Apfelkopf (sogenannte Molera): Der FCI-Standard führt eine offene Fontanelle als disqualifizierenden Fehler, da sie mit einem erhöhten Risiko für einen Hydrocephalus (Wasserkopf) einhergehen kann; eine kleine, sich im Welpenalter schließende Fontanelle ist bei der Rasse dagegen verbreitet und meist unbedenklich.
  • Zahnfehlstellungen, verzögerter Milchzahnausfall und Zahnengstand durch den kompakten Kiefer, dadurch erhöhte Neigung zu Zahnstein und Zahnfleischproblemen.
  • Erhöhtes Verletzungs- und Reizungsrisiko der großen, leicht hervortretenden Augen.

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Chihuahua hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Für diese Rasse liegt ein Welpe beim seriösen Züchter meist zwischen 1.000 und 2.000 Euro.

Quellen: HanseMerkur-Rasseseite, HonestDog (2026), Wamiz, Zooplus-Magazin. Von uns erhoben am 25.08.2026. Grob auf Hunderter gerundet. Einen amtlichen Preis gibt es nicht.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

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